Essen und trinken auf dem Jakobsweg

In den meisten Herbergen am Jakobsweg wird keine Verpflegung angeboten. 
In manchen Herbergen gibt es eine Küche, die kostenlos genutzt werden kann, um sich selber Essen zuzubereiten. Die Ausstattung geht von sehr gut ausgestattet bis überhaupt nicht ausgestattet (Letzteres gilt für alle Xunta-Herbergen in Galicien). Bars und Restaurants am Jakobsweg bieten oft ein Pilgermenü an, das gewöhnlich aus drei Gängen (Vor-, Haupt- und Nachspeise) sowie aus Wasser und Wein besteht. Der Preis dieser Pilgermenüs liegt bei ungefähr 8-12 Euro. Häufig angebotene Speisen finden sich samt Übersetzung auf meiner Vokabelliste für Pilger. Natürlich gibt es in allen größeren Orten eine Einkaufsmöglichkeit. Auch manche Bars verkaufen Lebensmittel und Getränke in Flaschen.
Wer unterwegs Brotzeit machen möchte, sollte sich in einer Bar mal ein Boccadillo, ein mit verschiedenen Zutaten belegtes Weißbrot/Sandwich, bestellen.
Teilweise gibt es in den Herbergen ein aufpreispflichtiges Frühstück, das aber meist nicht mit einem "deutschen" Frühstück verglichen werden darf. Es besteht oft aus Kaffee und einem Keks/Madalena. Besser sind meist die Frühstücke, die in den Bars angeboten werden. Die angebotenen Frühstücke bestehen meist aus einer Tasse Kaffee und getoastetem Weißbrot, Butter und Marmelade. Die Bars in Spanien öffnen meist nicht so früh (meist gegen 8 Uhr), sodass man oft nüchtern in den Tag starten muss, bis man an einer geöffneten Bar vorbei kommt.
Wer mittags in einer Bar oder einem Restaurant essen möchte, kann auf das Tagesmenü (menú del día) zurückgreifen. Dies ist ähnlich dem Pilgermenü. Beachten sollte man, dass die Spanier später essen als die Deutschen (Mittagessen zw. 13.30 Uhr und 16 Uhr, Abendessen ab 21 Uhr). Man sollte sich den örtlichen Essenszeiten anpassen, sonst kann es leicht passieren, dass die Küche noch geschlossen ist.

Wer in Spanien ein Getränk bestellt, sollte sich nicht wundern, wenn er noch ein kleines Häppchen (Tapas), das normalerweise nicht extra kostet, dazu bekommt. Ebenso sollte man sich in einer spanischen Bar nicht wundern, wenn auf dem Boden vor dem Tresen Müll liegt. Dies ist eher ein Zeichen, dass die Bar gut besucht ist. Es ist nämlich spanische Sitte, dass Papierchen, Zahnstocher, Nussschalen etc. einfach auf den Boden gekehrt oder geworfen werden.

Trinkgeld: Hohe Trinkgelder sind in Spanien eher unüblich. Eine Pflicht, Trinkgeld zu geben, besteht in Spanien also nicht. Wenn überhaupt, lässt man das Trinkgeld nach dem Bezahlen unauffällig am Tisch liegen, bevor man das Lokal verlässt.


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